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24.08.2010 - Auf Spurensuche in Pattensen

Mittelalterliche Funde unter geplantem meravis Objekt

Verdachtsmoment bestätigt sich. Im Rahmen der Vorbereitung für das Bauprojekt „Wohnen im Gutspark“ hat meravis alle Hände voll zu tun. Zunächst mussten Fledermäuse geschützt werden, dann durchsuchten Kampfmittelbeseitiger das Grundstück in der Rudolf-Schlie-Straße in Pattensen nach Munitionsresten aus dem 2. Weltkrieg und nun durchkämmen Archäologen den Boden nach Relikten aus Pattensens Stadt- und Alltagsgeschichte. Nachweislich 100 Jahre war das Grundstück innerhalb des historischen Pattenser Stadtwalls unbebaut. „Da lag es nahe, dass im Verlauf der Baumaßnahme archäologische Funde und Befunde zu Tage treten würden“, so Ute Bartelt, Kommunalarchäologin der Region Hannover. Bei den Grabungen entdeckten Ute Bartelt und ihr Kollege Tobias Poremba von der Firma ArchaeoFirm die Überreste eines sogenannten Grubenhauses, mehrere Brunnen sowie Pfostenlöcher, die auf ein größeres Gebäude schließen lassen. Zu den gehobenen Fundstücken zählen außerdem Haushaltgegenstände sowie Fragmente typischer Gebrauchskeramik aus dem Spätmittelalter. In enger Abstimmung mit der für Denkmalschutz zuständigen Region Hannover entschloss sich meravis dazu, das Gelände rechtzeitig auf seine archäologische Bedeutung hin untersuchen zu lassen. „So vermeiden wir unnötige Verzögerungen während der eigentlichen Baumaßnahme und ermöglichen andererseits den Wissenschaftlern, so viel Informationen wie möglich über die Siedlungsgeschichte des Ortes zu sammeln“, berichtet Peter Winter, kaufmännischer Leiter des Vertragswesens bei meravis. Insgesamt 24 barrierefreie Eigentumswohnungen werden hier ab Oktober errichtet. Bis dahin bleiben die 3500 Quadratmeter jedoch Hoheitsgebiet der Wissenschaftler.

 



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