Christmas-Shopping im Quartier

Ideen für Geschenke und eine Location für nettes Beisammensein: Die Weihnachtsausgabe unserer „Support your Locals“-Serie führt von Schokolade und Feinkost in Düsseldorf über ein griechisches Restaurant mit Atmosphäre in Hannover bis nach Hamburg zum Atelier einer Modedesignerin.

Gut & Gerne Schokolade in Düsseldorf

Nur 3 % der weltweiten Kakaoernte ist Edelkakao. Und nur Schokolade aus Edelkakao findet den Weg in das exklusive Sortiment von Gut & Gerne Schokolade in Düsseldorf. Inhaberin Katharina Reyer-Jekel hat das Geschäft in der Altstadt 2015 übernommen, mittlerweile ist ein zweiter Laden mit Feinkost in Düsseldorf-Bilk hinzugekommen.

Ihre Geschichte klingt nach Zufall und Schicksal zugleich. Denn eigentlich war der Aushilfsjob im Schokoladenladen im Jahr 2012 nur als Übergangslösung gedacht. Die gelernte medizinische Fachangestellte war damals im Studium und wollte etwas Geld verdienen. „Ich habe mich einfach in die Schokolade verliebt“, erzählt Katharina Reyer-Jekel von den Anfängen. Schnell war sie fest angestellt, und als die damaligen Inhaber 2015 den Laden abgeben wollten, hat sie die Chance genutzt und wurde Geschäftsführerin.

Das Besondere ist bei Gut & Gerne Schokolade Standard: „Edelkakao setzt 300-mal mehr Aromen frei als normaler Kakao. Zusätzlich wird er fair gehandelt, denn die Chocolatiers kaufen direkt bei den Bauern zu sehr fairen Preisen“, erzählt die Schokoladenexpertin. „Hinter dieser Arbeitsweise und Philosophie stehe ich zu 100 %.“

Im Ladengeschäft gibt es alles, was das Schokoherz erfreut: Schokolade, Pralinen, Trüffel und Trinkschokolade gehören selbstverständlich dazu. Auch aktuelle Schokoladentrends hat Reyer-Jekel im Angebot, wie z. B. vegane Schokolade. „Mit Kokosmilch oder Sojamilch ist mittlerweile auch eine süßere vegane Schokolade möglich.“ Seit Anfang 2021 können sich die Kund*innen außerdem ihre eigene Schokolade zusammenstellen. „Create your own“ nennt Katharina Reyer-Jekel dieses neue Angebot. „Das fehlte einfach in Düsseldorf! Einzelpositionen zu bedienen ist leicht, aber es steht dann eben doch nie genau die Tafel mit den Kombinationen, die der Kunde sich wünscht, im Regal.“ Bis zu drei Zutaten können individuell zusammengestellt werden – und das geht auch im Online-Shop!

Für jeden Gaumen das Passende

Das neue Produkt ist auch ein Ergebnis des Corona-Lockdowns. Das zum Laden gehörige Café musste schließen – und so gab es die Möglichkeit, „Create your own“ auf die Beine zu stellen. Kurz vor dem Lockdown im März 2020 hatte Reyer-Jekel außerdem den Mietvertrag für ein weiteres Geschäft in Düsseldorf-Bilk unterschrieben. Drei Monate später eröffnete sie den Feinkostladen, der neben den exquisiten Schokoladen auch Herzhaftes, Geschenkkörbe und Geschenkartikel im Angebot hat: „So findet jeder Gaumen etwas Passendes – nicht nur im süßen Bereich!“

Die Schokoladenunternehmerin hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Kann man da abschalten? „Wenn man seiner Herzenssache nachgeht, beschäftigt einen das – im positiven Sinne – 24 Stunden am Tag. Ich mache das, was mich am glücklichsten macht. Davon will ich gar nicht abschalten.“

Gut & Gerne Schokolade
Burgplatz 3–5
40213 Düsseldorf

Gut & Gerne Bilk
Brunnenstraße 10
40223 Düsseldorf

Website und Online-Shop: schokoladenfachgeschaeft.de

Restaurant Ropoto in Hannover

„Griechische Gastlichkeit“ – das bietet das Restaurant Ropoto seit 2017 in Langenhagen bei Hannover. Inhaberin Zuzana Palios und ihr Mann sind ein bewährtes Team mit viel Erfahrung: Ihr ganzes Berufsleben sind die beiden in der Gastronomie tätig – sie im Service, er ist Koch.

Die Karte ist gespickt mit griechischen Klassikern und saisonalen Empfehlungen. „Die Saison für Pfifferlinge ist vorbei“, berichtet Zuzana Palios. „Jetzt im Winter lieben die Gäste Lammhaxe und Lammfilet mit Honigsauce.“ Als besondere Empfehlung gibt es Thunfisch oder anderen frischen Fisch.

Corona war natürlich ein Schlag für das gemütliche Restaurant in der Hindenburgstraße 96. „Sieben Monate durften wir nur Gerichte zum Mitnehmen anbieten, das war schwer“, erzählt die Mitinhaberin. „Die Gäste kommen ja nicht nur wegen des Essens, sondern auch wegen der Atmosphäre und der Unterhaltung.“

Auf eines konnten sich Zuzana Palios und ihr Mann aber jederzeit verlassen: „Unser Team ist einfach toll. Alle haben an einem Strang gezogen. Wir haben das gemeinsam durchgestanden und darauf sind wir stolz.“ Die ganz schwierigen Zeiten sind glücklicherweise überwunden: „Nach Corona geht es wieder ganz gut.“

Zuzana Palios hat ihren Mann, der aus Griechenland stammt, vor 25 Jahren kennengelernt. Jedes Jahr fahren sie nach Ropoto, dem Heimatort ihres Mannes in Griechenland. So haben sie auch das Restaurant genannt und möchten damit an das Schicksal des kleinen Ortes erinnern: „Das Dorf wurde 2012 von einem Bergrutsch heimgesucht. Heute leben von den ehemals 3000 Bewohnern nur noch 150 dort“, berichtet sie.

Gekonnt und von Herzen

Auf die Frage, ob sie Angst vor der Selbständigkeit hatten, lacht Zuzana Palios nur. „Wir kennen diese Arbeit und waren sicher, dass es funktioniert – weil wir das können.“ Besonders stolz ist die Inhaberin darauf, dass sie das unternehmerische Projekt zusammen mit ihrem Mann ohne weitere Unterstützung aufgebaut hat. Was ist das Geheimnis ihres Erfolges? „Es kann nicht jeder diese Arbeit machen, man muss das mit dem Herzen machen“, ist sie überzeugt. Und das fällt ihr bei den Menschen in Hannover Langenhagen sehr, sehr leicht: „Unsere Gäste sind wunderbar und immer gut gelaunt. Es gibt keinen Streit, alle sind freundlich, nett und höflich.“

Und dieses Gefühl trägt sie: „Das gibt die Kraft zum Weitermachen – und zwar mit Freude und Leidenschaft.“ 

Restaurant Ropoto
Hindenburgstraße 96
30851 Langenhagen

Website und Reservierung: restaurant-ropoto.de

Atelier Julia Starp in Hamburg

„Selbständig zu sein – das ist ein Stück Freiheit“, beginnt Modedesignerin Julia Starp von ihren vielen unternehmerischen Aktivitäten zu erzählen. Im Atelier Julia Starp in Hamburg bietet sie Modekollektionen, Maßschneiderei und Nähworkshops. 

2001 kam sie nach Hamburg, um Modedesign zu studieren, und hat immer selbständig gearbeitet. Als ihr dann zu Hause zu viele Nadeln herumflogen, schaute sie sich nach einem Atelier um – und wurde in einer meravis Immobilie in Barmbek fündig. 2015 zog sie in ihr heutiges Atelier mit Showroom und Ladengeschäft am Lämmersieth 42a um, blieb aber meravis treu.

Julia Starp hat mehrere Standbeine: Im Online-Shop gibt es ihre Designs sozusagen „von der Stange“. Passend zur Jahreszeit ist ihre neue Kollektion von Regenmänteln verfügbar. Als Maßschneiderin designt und schneidert sie individuelle Mode für Privatkunden oder fertigt Mitarbeiterbekleidung für Firmen. Mit Nähworkshops ermöglicht sie auch blutigen Anfängern, schon in zwei Tagen ein fertiges Kleidungsstück zu nähen.

In der Vergangenheit verkaufte sie in einer Boutique im Levante-Haus an der Mönckebergstraße ihre Designs, kreierte für Otto nachhaltige Mode und präsentierte mehrfach ihre Kollektionen auf der Berliner Fashion Week.

„Modedesign ist ein Traumberuf“, erzählt sie begeistert. „Aber wenn man davon richtig gut leben will, muss man es zu einem großen Business machen. Und dann ist man nicht mehr nah dran an dem, was man eigentlich machen will“, sagt sie und erklärt so, warum sie nicht auf Expansion setzt. Corona hat der wirtschaftlich bisher immer erfolgreichen Unternehmerin gezeigt, dass Absicherung wichtiger geworden ist. „Ich habe bisher immer alles genommen und in die nächste Kollektion gesteckt.“ Seit Anfang 2021 arbeitet Starp an einem weiteren Standbein: Sie hat ein Kommunikationsdesign-Studium begonnen, um unabhängiger zu werden.

Corona bedeutete für die Designerin: keine Kunden empfangen, keine Nähworkshops. „Trotzdem habe ich durch die Maskenproduktion die erste Phase wunderbar stemmen können“, erzählt sie. Als medizinische Masken vorgeschrieben wurden, wurde es knapp. Heute ist sie sehr dankbar, dass meravis ihr als Gewerbemieterin in der schwierigen Zeit schnell und unkompliziert entgegengekommen ist. 

Eine Geschichte, die weiterlebt

„Ehrliche Mode aus Hamburg“ – so der Slogan von Julia Starp – wird es aber natürlich weiterhin geben. Von Anfang an beschäftigte sich die Designerin mit Nachhaltigkeit in der Mode, als das erst ein Trend und noch kein „Muss“ war. Was bedeutet das für sie genau? „Ehrlich zugeschnitten auf den Träger oder die Trägerin, ein nachhaltig produzierter Stoff und eine Geschichte dahinter, die auch weitergelebt werden kann“, erzählt Julia Starp. „Und Langlebigkeit. Denn nur was lange hält ist, ist auch nachhaltig.“

Home Phone Email Scroll Top