Vergangene Zeiten im neuen Licht

Es gibt sie, diese Orte, die uns faszinieren und erschaudern lassen. Ruinen, verlassene Gebäude, geheime Gänge – Zeugen einer vergangenen Zeit. Sie ziehen uns magisch an, und manche dürfen sogar besichtigt werden. Wir nehmen Sie mit auf eine Reise zu sechs „Lost Places“ rund um Hamburg, Hannover und Düsseldorf.

Vergangene Zeiten im neuen Licht

Ein verlassener Freizeitpark, alte Fabrikruinen, vergessene Sportanlagen oder Schiffswracks am Strand: Schon als Kind lud uns wohl kaum ein Ort mehr zum Erkunden ein, als ein verbotener. Heutzutage gibt es eine wachsende Fangemeinde, die sich das sogenannte „Urban Exploring“ zum Hobby gemacht hat und diese Orte im Rahmen von Besichtigungen und Fototouren erkundschaftet. 

Zahlreiche Vereine widmen sich liebevoll dem Erhalt dieser Zeitzeugen. Im Vordergrund steht dabei, den Charme und die Ursprünglichkeit zu erhalten, denn oftmals erzählen die alten Gemäuer Geschichten von Freud und Leid, die nicht vergessen werden sollen. Es gibt aber auch eine andere Seite dieses Trends: Allzu oft geschieht das Betreten von baufälligem Privatbesitz illegal. Die Plätze werden zerstört, beschmiert und fristen so ein trostloses Dasein in der Nachbarschaft. Nicht schön und völlig unnötig!

Wir wollen es besser machen und entdecken mit Ihnen die Seelen von spannenden „Lost Places“ in Ihrer Umgebung. Viel Spaß und: Kamera nicht vergessen!

Hannover und Umgebung

Geisterbahnhof am Raschplatz

  • Unter dem Hauptbahnhof, Ernst-August-Platz 1, 30159 Hannover
  • Einzelführungen in den Geisterbahnhof ab Herbst 2022 möglich
  • Eintritt 12,-€, Kinder unter 12 Jahren kostenfrei
  • Infos und Anmeldung über www.stattreisen-hannover.de

Gibt es eigentlich Geister in der U-Bahn? Und was ist eine „stille Station“? Antworten auf diese Fragen finden wir im Untergrund, genauer gesagt unter dem Raschplatz, direkt am Hauptbahnhof Hannover. Eigentlich sollte hier einmal die U-Bahn der D-Linie rollen, aber die Pläne wurden 2011 endgültig verworfen und die Stadtbahn verläuft nun überirdisch. Und so schlummert die Geisterstation schon seit über 30 Jahren im Rohbauzustand vor sich hin, nur gestört vom dumpfen Rauschen vorbeifahrender Züge, weit entfernt im Hauptbahnhof. 

Schloss Bückeburg

  • Schlossplatz 1, 31675 Bückeburg
  • Anfahrt: ab Hannover Hbf mit S1 oder R60 Richtung Minden, Haltestelle Bückeburg
  • Kosten Fototour „Lost Places“: € 47,50, ab 18 Jahren
  • Infos und Anmeldung unter www.schloss-bueckeburg.de

Auf Schloss Bückeburg gibt es alles, was ein richtiges Schloss ausmacht: Edle Gärten mit Wassergräben, eine Hofreitschule, einen echten Fürsten und prunkvoll hergerichtete Räume. Es wird geheiratet, gefeiert und gelacht – und das seit über 700 Jahren. Doch wie in jedem waschechten Schloss warten hinter der glänzenden Fassade unheimliche Gänge und vergessene Zimmer, mit Staub bedeckte Erinnerungen und knirschende Dielen. Gehen Sie auf Spurensuche in den geheimen Winkeln von Schloss Bückeburg!

Geisterdorf Lopau Lüneburger Heide 

  • 29633 Lopau, am Nordrand des Truppenübungsplatzes Munster-Nord
  • Anfahrt über Wulfsode, Parkplatz Töpferweg, Lopautalweg oder an der „Alten Forstwartei“ in Lopau
  • Von Hamburg: Autobahn A7 bis Egestorf, Richtung Amelinghausen/Rehlingen
  • Öffentliche Verkehrsmittel von Hannover: RE3 nach Uelzen, dann Bus 7055 nach Brambostel und Bus 7056 nach Wulfsrode bis Wriedel/Wulfsode
  • Eintritt frei
  • Achtung: Nur bei geöffneter Schranke am Wochenende frei zugänglich. Termine der Schießübungen unter www.gemeinde.bispingen.de 

„Halt! Scharfschießen!“. Schranke geschlossen, niemand darf hinein. Warum denn so ungastlich? Das kleine Dorf Lopau liegt inmitten eines Truppenübungsplatzes. Bis 1980 wurden alle ursprünglich 200 Einwohner umgesiedelt, da eine neue Schießbahn benötigt wurde. Etliche Gebäude wurden zwar abgerissen, die Bundeswehr ist aber verpflichtet, die verbleibenden Häuser vor dem Verfall zu bewahren. Und so ist das „Geisterdorf“ zwar verlassen, freut sich am Wochenende aber über Besucher, die deutlich weniger Krach machen als die Bundeswehr.

Hamburg

Tiefbunker Steintorwall

  • Steintorwall, 20095 Hamburg, U-Bahn Station Hauptbahnhof. Treffpunkt derzeit Bushaltestelle HBF/Spitalerstraße
  • Preise: Normalpreis 8,-€, erm. 6,-€. Ab 12 Jahren
  • Anmeldung und Infos über www.hamburgerunterwelten.de 

Direkt unter dem Hauptbahnhof befindet sich ein Mahnmal aus Zeiten, die Hamburg nie wieder heimsuchen mögen: Der dreistöckige Tiefbunker Steintorwall mit 150 Räumen bot von 1941 bis 1944 bis zu 2.460 Menschen Schutz vor Luftangriffen und ist damit einer der größten von über 700 Bunkern der Hansestadt. Ab 1965 wurde der Bunker als Zivilschutzanlage modernisiert und dient noch heute als Schutzraum für den Katastrophenfall. Möge er auf ewig ruhen – in Frieden.

U-Boot Bunker Fink II in Finkenwerder 

  • Fink II, Direkt am Airbus Werk, Rüschkanal/Rüschweg, 21129 Hamburg
  • Hadag Linie 64 bis Anleger Rüschpark 
  • Eintritt frei

Eingebettet zwischen glänzenden Flugzeugrümpfen von Airbus, dem Altonaer Segel-Club und dicken Pötten auf der Elbe liegen die Überreste einer Produktionsstätte der Deutschen Werft: der U-Boot Bunker Fink II. Ein Zeitzeuge des deutschen U-Boot-Krieges wurden hier Boote für die Feindfahrt einsatzbereit gemacht. Gut zu sehen sind die zum Kriegsende gesprengten Betonwände – und ein Mythos besagt, dass zwei U-Boote noch immer unter den Trümmern liegen.

Credit: Hamburger Unterwelten e.V.

Düsseldorf und Umgebung

Auto-Skulpturenpark Neandertal in Erkrath

  • Neandertal 11, 40699 Erkrath
  • Anfahrt: Ab Düsseldorf Hbf mit S8 bis Erkrath, dann Bus 743 bis Haltestelle Neandertal/Museum
  • Geöffnet jeden Sonntag ab 13 Uhr, ohne Anmeldung
  • Eintritt 10,-€ /mit Kamera 20,-€, Kinder frei

Was machen ein Rolls Royce, Jaguar, Porsche und sogar ein Stück Berliner Mauer mitten im Wald? Sie genießen ihren Ruhestand und freuen sich über bewundernde Blicke! Geschaffen hat diesen bizarren Autofriedhof der Autohändler und Designer Michael Fröhlich. Zu seinem 50. Geburtstag hat er sich 50 restaurierte Oldtimer aus dem Jahr 1950 zugelegt und kunstvoll im Wald drapiert. Seitdem überlässt er sie dem Verfall, und die Natur umschlingt und durchdringt die Schönheiten mit sattem Grün. Ein Anblick wie aus einer vergessenen Welt!

Historisches Stadtbad und Freibad Neusser Straße

  • Gerberstraße 55, 47798 Krefeld 
  • Anfahrt: Ab Düsseldorf Hbf mit Zug RE10 oder U76 nach Krefeld Hbf
  • Freibadgelände geöffnet freitags zwischen 17 und 20 Uhr. Stadtbad aktuell geschlossen.
  • Eintritt frei
  • Infos und Anmeldung über www.freischwimmer-krefeld.de

Das Stadtbad an der Neusser Straße in Krefeld galt bei seiner Eröffnung 1890 als die prächtigste Badeanstalt Deutschlands: Mit römischen Dampfbad, aufwändigen Mosaiken und Kristallspiegeln an Luxus nicht zu überbieten. Nicht nur Zerstörung im 2. Weltkrieg, sondern sogar ein Erdbeben überstand das Bad, bevor es im Jahr 2000 geschlossen wurde. Seit seiner Schließung kümmert sich mit viel Einsatz der Verein freischwimmer e.V. um das Denkmal und organisiert Führungen, sowie Veranstaltungen auf dem Außengelände. Also: Picknickkorb packen und im Glanze alter Zeiten baden.

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